{"id":84,"date":"2017-12-10T11:59:23","date_gmt":"2017-12-10T10:59:23","guid":{"rendered":"http:\/\/bloganwalt-dresden.de\/?p=84"},"modified":"2018-01-08T12:00:34","modified_gmt":"2018-01-08T11:00:34","slug":"ein-formularvertragliche-verlaengerung-der-verjaehrung-von-vermieteranspruechen-%c2%a7-548-abs-1-bgb-ist-unwirksam-bgh-vom-08-11-2017-viii-zr-13-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bloganwalt-dresden.de\/?p=84","title":{"rendered":"Ein formularvertragliche Verl\u00e4ngerung der Verj\u00e4hrung von Vermieteranspr\u00fcchen (\u00a7 548 Abs. 1 BGB) ist unwirksam (BGH vom 08.11.2017, VIII ZR 13\/17)"},"content":{"rendered":"<p>Grunds\u00e4tzlich ist ein Vermieter gem\u00e4\u00df \u00a7 548 Abs. 1 BGB verpflichtet gegen seine Mieter gerichtete Ersatzanspr\u00fcche binnen 6 Monaten nach R\u00fcckgabe der Mietsache geltend zu machen. In dem vorliegend entschiedenen Fall hatte der Vermieter die Schadensanspr\u00fcche nicht binnen der gesetzlichen Frist von 6 Monaten geltend gemacht, er hatte sich darauf berufen, dass in dem Mietvertrag eine Klausel enthalten war, nach welcher entsprechende Forderungen erst in 12 Monaten nach Beendigung des Mietverh\u00e4ltnisses verj\u00e4hren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nach Auffassung des BGH ist eine Regelung in einem Formularmietvertrag durch die ein Vermieter die gesetzliche 6-monatige Verj\u00e4hrungsfrist seiner Ersatzanspr\u00fcche nach R\u00fcckgabe der Mietsache verl\u00e4ngert unwirksam, eine solche Regelung benachteilige den Mieter in unangemessener Art und Weise.<\/p>\n<p>Praxistipp:<\/p>\n<p>Zu beachten ist, dass die Rechtsprechung jegliche Art von Schriftst\u00fccken, die von einer Partei &#8211; im Regelfall vom Vermieter &#8211; vorgegeben werden und zum mehrfachen Gebrauch bestimmt sind (wozu die blo\u00dfe Absicht ausreichen soll) als &#8222;Formulare&#8220; qualifiziert werden.<\/p>\n<p>Vermieter und Sondereigentumsverwalter sind gehalten, die 6-Monatsfrist des \u00a7 548 BGB taggenau nach \u00dcbergabe der Mietsache (!) vorzumerken und rechtzeitig eventuelle Ersatzanspr\u00fcche zu pr\u00fcfen. Auch eine Regelung, nach welcher die 6-monatige Verj\u00e4hrungsfrist erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt beginnt, ist unwirksam. Sind bei der R\u00fcckgabe der Mietsache Sch\u00e4den vorhanden, so muss die 6-Monatsfrist unbedingt beachtet werden, auch im Hinblick auf eventuelle Regressanspr\u00fcche sind bei einem Sondereigentumsverwalter entsprechende Hinweise bzw. eine rechtzeitige \u00dcbergabe der Forderung zur verj\u00e4hrungsunterbrechenden gerichtlichen Geltendmachung notwendig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grunds\u00e4tzlich ist ein Vermieter gem\u00e4\u00df \u00a7 548 Abs. 1 BGB verpflichtet gegen seine Mieter gerichtete Ersatzanspr\u00fcche binnen 6 Monaten nach R\u00fcckgabe der Mietsache geltend zu machen. In dem vorliegend entschiedenen Fall hatte der Vermieter die Schadensanspr\u00fcche nicht binnen der gesetzlichen Frist von 6 Monaten geltend gemacht, er hatte sich darauf berufen, dass in dem Mietvertrag eine Klausel enthalten war, nach welcher entsprechende Forderungen erst in 12 Monaten nach Beendigung des Mietverh\u00e4ltnisses verj\u00e4hren w\u00fcrden. 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